10:00 bis 10:30 – Check-In & Socializing
10:30 bis 11:15 – Begrüßung & Überblick über den Tag
Einführende Worte zu den Netzwerkstellen und der Vollversammlung.
11:15 bis 12:00 – Queerfeindlichkeit (in Hessen) – Zwischen Alltagsdiskriminierung, Antifeminismus und rechter Mobilisierung (Referent*in: Regionalstelle Süd des Beratungsnetzwerk Hessen – Gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus)
In den letzten Jahren hat queerfeindliche Gewalt auch in Hessen deutlich zugenommen. Hinter diesen Angriffen stehen nicht nur Einzelpersonen, sondern vernetzte antifeministische und rechte Strukturen. Der Vortrag beleuchtet, warum Queerfeindlichkeit ein zentraler Bestandteil antifeministischer Ideologien ist und welche queerfeindlichen Akteur*innen es in Hessen gibt.
Anhand eines Rückblicks auf die Anti-CSD-Proteste 2025 werden aktuelle Strategien und Mobilisierungsmuster rechter Gruppen aufgezeigt. Danach werden Handlungsempfehlungen für CSD-Orga-Teams vorgestellt, um Sicherheit und solidarische Strukturen bei kommenden Veranstaltungen zu stärken. Abschließend werden unterstützenden Beratungsstellen in Hessen vorgestellt.
Hinweis: In dem Vortrag werden explizit queerfeindliche, antifeministische, rechte, rassistische und verschwörungsideologische Äußerungen benannt/gezeigt.
Die Arbeitsschwerpunkte der Regionalstelle Süd des Beratungsnetzwerkes Hessen – Gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus liegen auf:
• Mobiler Beratung gegen Rechtsextremismus und für eine demokratische Kultur vor Ort
• Mobiler Bildung im Kontext von Rechtsextremismus, Ideologien der Ungleichwertigkeit und Demokratieförderung
• Vernetzung aller relevanter Akteur*innen im Feld Demokratieförderung in Südhessen
• Monitoring von rechten Vorfällen und Öffentlichkeitsarbeit
12:00 bis 12:15 – Erklärung der Workshops
Wie funktionieren die Workshops? Welche gibt es wo?
12:30 bis 13:30: Workshopphase 1 (jeweils zwei Workshops)
Workshop 1: SBGG – und jetzt? Erfahrungen und Perspektiven nach einem Jahr Selbstbestimmungsgesetz (Referent*in: Keira)
Ehe für alle – Dritter positiver Geschlechtseintrag – Selbstbestimmungsgesetz. In den letzten 10 Jahren hat sich die rechtliche Situation von queeren Personen auf verschiedenen Ebenen gebessert. Doch zeitgleich bekommen rechte, queerfeindliche Kräfte immer mehr Zulauf. Wie können wir uns als queere Community davor schützen? Wie können wir die bestehenden (rechtlichen) Möglichkeiten nutzen? Was sind unsere nächsten gemeinsamen Ziele? Um diese Fragen soll es in diesem Workshop gehen. In Gruppen soll es die Möglichkeit zum Austausch über Möglichkeiten, Sorgen und Perspektiven geben. Individuelle Fragen und Sorgen beantworten, gemeinsame Ziele planen!
Zu meiner Person:
Der Workshop wird konzeptioniert und geleitet von Keira (they/sie). Keira ist queer, transfeminin und weiß. Die Perspektive des Workshops ist zudem geprägt von their TIN*-politischem Aktivismus, einem B.A. Politikwissenschaft, der Vorstandstätigkeit bei Queeres Marburg e.V., und einer ordentlichen Portion Neurodiversität.
Workshop 2 – Queerfeindlichkeit strategisch begegnen / Part 1 (Referent*in: Lisa Spornitz)
Queerfeindliche Aussagen begegnen uns aktuell fast überall und können schnell ein Gefühl der Ohnmacht auslösen. In meinem Workshop setzen wir uns gezielt mit Strategien auseinander, um queerfeindlichen Äußerungen sicher(er) und gestärkt(er) zu begegnen. Wir werden methodisch dem antiqueeren Quatsch entgegentreten und verschiedene Strategien einsetzen und erproben. Hierfür arbeiten wir vor allem mit einer Methode, die bei einer Methodenwerkstatt gegen Queerfeindlichkeit entwickelt wurde und die das Thema spielerisch aufgreift.
Wichtig: Wir werden uns mit antiqueeren Ideologien und diskriminierenden Aussagen beschäftigen. Das kann durchaus sehr belastend sein und werden wir zu Beginn darüber sprechen, was für Bedürfnisse hierzu im Raum sind.
13:30 bis 14:30 – Mittagspause mit Mittagsessen
Zum Mittagessen bieten wir kostenlose, rein vegane Speisen an. Außerdem stellen wir glutenfreie Produkte bereit und berücksichtigen selbstverständlich alle gemeldeten Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten.
14:30 bis 15:30 – Workshopphase 2 (jeweils zwei Workshops)
Workshop 3 – Transfeindlichkeit in der Szene (Referent*in: aqut* Göttingen)
Wir haben als Gruppe einen Workshop zu Transfeindlichkeit in der radikalen linken Szene angeboten, der sich an Cis-Personen richtet. Im Rahmen der queeren Vollversammlung möchten wir euch einen Einblick geben, warum und wie wir das gemacht haben. Dabei geht es um Situationen und Strukturen, die in der Regel nicht direkt als Transfeindlichkeit erkannt oder nicht ernst genommen werden. Es handelt sich dabei nicht um einen Einführungs-Workshop zum Thema „Gender“, aber zum Thema Transfeindlichkeit wird kein Vorwissen vorausgesetzt. Vielmehr soll ein Raum entstehen, in dem offen über Privilegien sowie über selbst ausgeübte oder beobachtete Diskriminierung und Gewalt gesprochen werden kann. Dabei soll es nicht um Schuld gehen, sondern um einen guten Umgang und kollektive Verantwortungsübernahme.
Workshop 4 – Queerfeindlichkeit strategisch begegnen / Part 2 (Referent*in: Lisa Spornitz)
Queerfeindliche Aussagen begegnen uns aktuell fast überall und können schnell ein Gefühl der Ohnmacht auslösen. In meinem Workshop setzen wir uns gezielt mit Strategien auseinander, um queerfeindlichen Äußerungen sicher(er) und gestärkt(er) zu begegnen. Wir werden methodisch dem antiqueeren Quatsch entgegentreten und verschiedene Strategien einsetzen und erproben. Hierfür arbeiten wir vor allem mit einer Methode, die bei einer Methodenwerkstatt gegen Queerfeindlichkeit entwickelt wurde und die das Thema spielerisch aufgreift.
Wichtig: Wir werden uns mit antiqueeren Ideologien und diskriminierenden Aussagen beschäftigen. Das kann durchaus sehr belastend sein und werden wir zu Beginn darüber sprechen, was für Bedürfnisse hierzu im Raum sind.
15:30 bis 15:50 – Kaffee-Pause
16:00 bis 17:00 – Workshopphase 3 (jeweils zwei Workshops)
Workshop 5 – Queere Selbstverteidigung (Referent*in: Elisabeth Szillat)
Immer wieder sind queere Menschen verbalen Anfeindungen bis hin zu körperlichen Angriffen ausgesetzt. Der Workshop bietet dir eine Einführung in die Grundlagen der effektiven Selbstverteidigung. Ziel ist es, dass du dich wohler und sicherer fühlst, aber auch die Möglichkeit hast, dich im Falle eines körperlichen Angriffs zu verteidigen.
Es werden verschiedene Bedrohungs- oder Gefahrensituationen besprochen und Möglichkeiten der Gegenwehr praktisch geübt. Körperliche Fitness oder Kampfsporterfahrung ist keine Voraussetzung.
Du brauchst etwas zu Trinken und lockere (Sport-) Kleidung.
Der Workshop wird von Elisabeth Szillat (sie/ihr) geleitet. Sie macht seit 2016 Krav Maga und leitet gemeinsam mit Jannik Rienhoff den Queeren Selbstverteidigungskurs in Marburg.
Workshop 6 – Offener Slot
17:20 bis 17:45 – Gemeinsamer Abschluss
